Assoziiertes Projekt 1

1. Projektleiter

2. Thema

Melanomagenese in Grm1-transgenen Mäusen


3. Zusammenfassende Projektbeschreibung

Geeignete Tiermodelle für das maligne Melanom sind für ein besseres Verständnis der Tumorbiologie sowie die Entwicklung neuer Therapieansätze wesentlich. Versuche, Mausmodelle zu generieren, die die humane Melanomagenese möglichst „wirklichkeitstreu“ nachahmen, waren bislang nur bedingt erfolgreich. Die Glutamatrezeptor 1 (grm1)-transgene TG3 Maus weist eine Melanomentwicklung mit hoher Tumorpenetranz bei geringer Latenzzeit und ein Melanom-typisches Metastasierungsmuster auf. In eigenen histologischen Untersuchungen wurde die hohe Ähnlichkeit zu kutanen, humanen Melanomen belegt. Das zur Förderung beantragte Projekt dient der umfassenden molekularen Charakterisierung dieses murinen Melanommodells. Veränderungen in den für die humane Melanomentwicklung relevanten Signaltransduktionswegen, sowie die Expression der für die Tumorinvasion und Metastasierung bedeutenden Matrixmetalloproteinasen und ihres Induktors EMMPRIN sollen jeweils im Verlauf der Melanomagenese analysiert werden. Zunächst sollen mittels Immunhistochemie Gewebe von Primärtumoren und Metastasen auf die Aktivität der oben beschriebenen Signalwege gescreent werden, indem der Aktivierungszustand von Schlüsselproteinen analysiert wird. Hierzu kommt jeweils die Kombination von Protein- und phospho-Protein-spezifischen Antikörpern zum Einsatz: (z.B. Rb und phospho-RB als Endpunkt des p16/CDK Wegs, ERK und phospho-ERK als Endpunkt des Ras/Raf kinase Pathway, AKT und phospho-AKT als Schlüsselpunkt des PI3K/Akt Pathway) Für Signaltransduktionswege, bei denen immunhistochemische Untersuchungen Unterschiede in der Aktivität verglichen mit nicht transformierten Melanozyten zeigen, werden Sequenzanalysen der entsprechenden Gene angeschlossen. Bei Gendeletionen, wie sie häufig bei PTEN in frühen Melanomstadien auftreten, kann eine verminderte Expression mittels quantitativer PCR gemessen werden. Untersuchungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Melanomgenese (Melanozytäre Hyperplasie bis Ausbildung von Fernmetastasen) sollen Aussagen über den Ablauf der einzelnen molekularbiologischen Ereignisse geben. Als Methoden stehen hierzu die oben beschriebenen immunhistochemischen Untersuchungen, Sequenzanalysen und quantitative PCR zur Verfügung. Die Generierung von grm1-transgenen Tumorzelllinien schafft die Basis für in vitro Untersuchungen zur Funktion der gefundenen Veränderungen. Mittels siRNA bzw. Expressionsvektoren werden wir hierzu modulierend in die betroffenen Signaltransduktionswege eingreifen und Effekte auf den Phänotyp und Funktionen der Zelllinien analysieren. Diese Ergebnisse sollen dann im Weiteren für therapeutische Interventionen in vivo genutzt werden.

Aktuelles

"Melanomverbund meets ADO" vom 11.-13.9.2014

Beim 24. Deutschen Hautkrebskongress (11.-13. September 2014, Kap Europa Frankfurt) ist auch der...

Deutscher Krebspreis 2014

Prof. Christoph Klein, Projektleiter im Melanomverbund, mit dem Deutschen Krebspreis 2014...

2. International Symposium "Trends in Melanoma Research", 11.-13.12.2014, in Regensburg

The Melanoma Research Network "Molecular Mechanisms of Development and Progression of...

Symposium "Trends in Melanoma Research" 2013

We cordially thank you for your participation in our Symposium “Trends in Melanoma research” (June...